Die Aquarienkühler funktionieren nach dem Prinzip der Verdunstungskälte: Wasser benötigt für die Verdunstung (also den Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand ohne Sieden) Energie in Form von Wärme und diese Wärme wird dem Aquarienwasser selbst entzogen, das dadurch abkühlt. Das gleiche Prinzip kommt zum Beispiel auch beim Schwitzen zur Geltung: durch die Verdunstung der Feuchtigkeit auf der Haut kühlt sich der Körper ab.
Verdunstung tritt in Aquarien auch ohne Einwirkung von außen auf, zu erkennen am sinkenden Wasserstand. Aquarienlüfter unterstützen diesen Vorgang aktiv, wodurch sich die Verdunstung (und damit der Kühleffekt) deutlich erhöht.
Zwei Werte spielen bei der Verdunstung und damit der Effektivität von Aquarienlüftern eine entscheidende Rolle:
Die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit.
Die Luftfeuchtigkeit gibt den Anteil des Wasserdampfes in der Luft an. Gebräuchlichster Wert ist die relative Luftfeuchtigkeit - der Anteil des Wasserdampfes in der Luft im Verhältnis zum maximal möglichen Wassergehalt bei gleicher Temperatur und gleichem Druck. Genauere Hintergrundinformationen finden sich zum Beispiel bei Wikipedia.
Wichtig für die Aquarienkühlung ist: In Abhängigkeit von der Temperatur kann Luft unterschiedlich viel Wasserdampf aufnehmen, bis eine vollständige Sättigung (100% Luftfeuchte) erreicht ist. Um so wärmer die Luft ist, desto höher liegt diese Menge an Wasser. Beträgt die Luftfeuchtigkeit 100%, wird kein weiteres Wasser mehr aufgenommen und somit kann vereinfacht gesagt auch keine Verdunstung mehr erfolgen.
Daraus ergeben sich drei wichtige Punkte für die Aquarienkühlung mit Kühllüftern:
- Regelmäßiges Lüften senkt die Luftfeuchtigkeit im Raum und unterstützt damit die Verdunstung
- Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen und dementsprechend kann auch mehr Wasser verdunsten, womit (ohne zwischenzeitliches Lüften) länger oder stärker gekühlt werden kann
- bei hoher Luftfeuchtigkeit (z. B. bei Sommerschwüle oder zu wenigem Lüften) tritt nicht der gewünschte Kühleffekt auf
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